Solartechnik
Erfindungen und Projekte mit kostengünstigen Umsetzungen (DI Dr. Friedrich Kröner – Technisches Büro für Physik und Solarenergie-Forschung). Ein Rückblick auf die Arbeiten von Helio-Synth: Engagement seit 1987.

Solardachziegel
Selbstbaugruppen für PV-Solardachziegel in den 90-er Jahren, Menschen mit technischem Interesse bauten und montierten ihre Solardachziegel, deren Lebensdauer größer ist als die der herkömmlichen Module. Zahlreiche Inselanlagen wurden im organisierten Selbstbau errichtet und funktionieren noch heute.
Fraktal-metallische Selektivschicht
Eine spektral-selektive Beschichtung von Kupferblech mittels elektrolytischer Abscheidung mit ungiftigen Chemikalien wurde entwickelt, und mit dem Österr. Staatspreis für Energieforschung prämiert.

Vergleich 2-er Sonnenkollektoren mit einzigem Unterschied in der Selektivschicht (Liniendiagramm):
- GEO-Solar Absorber mit Schwarzchrom (damals Marktführer)
- GEO-Solar Absorber mit Fraktal-Metall (damals billiger um öS 300,- pro Absorber)
GEO-SOLAR Absorber
X / Y – Achse: t(min) / T(°C)
Ion Shower Implantation
Ein Frauenhofer – Infineon Projekt ursprünglich zur Dotierung von Solarzellen gedacht, dass im Jahre 2002 zu den Akten gelegt wurde.

Low Contamination
All components of the ISI – Module which may come in contact with the plasma or the ion beam are made from silicon and quartz. Separate plasma and implantation chamber
- Low co-implantation of unintended species. Reduced ionizing of byproducts like outgassing of photoresist, atoms from surface sputtering.
- Low particle generation
- No surface etching
Low Charging
Field free Faraday chamber around the sample
- No E-Field at the water
- Suppression or secondary electrons
- Use of a E-gun / Plasma flood gun is possible
Dosimatry
- The ion beam allows the use of Faraday cups
- Low pressure down to 10 mbar in the wafer chamber
- Homogeneity control by moveable Faraday cup and comer cups
Ursprüngl. Anregung: „Table Desk Implanter-Konzept von Michael Current, IIT 1990. V V Kröner: Verwendung für RS-Implants Realisierung: FhG IIS-B, Erlangen, aus eigener Kraft:

Photograph of boron and phosphorus ion shower modules in a cluster system.
Vorteile für eine Solarzellenherstellung
- Kein Umhorden der Wafer nach der naßchemischen Überätzung in das Quarz eines POCl3-Ofens erforderlich
- Dotierung nur auf einer Seite, d.h. eine zusätzliche Bor-Dotierung für ein B.S.F. (Back Surface Field) am selben Fließband realisierbar
- Kein Prozeßschritt für die Trennung des Kurzschlusses zwischen Vorder- und Rückseite der Solarzelle erforderlich.
- Weitere Vorarbeiten des IIS-B, die für eine Solarzellenfertigung anwendbar sind:
Imprint-Technologie mit Acryl-Resist für z.B.
–Maskierung zur Ätzung von inversen Pyramiden
–Maskierung für Grabenätzung von Leiterbahnen
–Maskierung für eine Galvanik zweck Hochleistungs-Metallisierung
Solarzelle mit elektrochemischen Dotier-Antireflexglas
Prinzip
Elektrolytische Abscheidung von Dotierfilmen und Metallen
- keine toxischen und korrosiven Gase
- kein Hochvakuumequipment
- kein Hochspannungs und RF-Equipment
- keine Edelmetallpasten
- handelsübliche Rohstoffe für Verfahren und Equipment

Prototypen
Mit diesen Zellen gebaute Solardachziegel befinden sich am Dach der KELAG-Lehrlingsschule in St. Veit an der Glan.

Zusammenfassung des Prozessflusses
Standardverfahren
- Wafer reinigen und überätzen
- Vorderseitendotierung mit Giftgas
- Abätzen Dotierglas
- RS-Siebdruck Alu-Paste
- Einbrennen Alu-Paste (T 800°C)
- Seitenränder abätzen mit Plasmareaktor
- Antireflexschicht erzeugen mit Plasmareaktor
- RS-Metallisierung Siebdruck Silberpaste
- VS-Metallisierung Siebdruck Silberpaste
- EInbrennen Silberpaste
- Messen und Kontrollieren
Neues Verfahren
- Wafer reinigen und überätzen
- Vorderseitendotierungelektrochemisch
- Rückseitendotierung elektrochemisch
- Ofenprozess und Antireflexschicht
- RS-Metallisierung galvanisch
- VS-Metallisierung galvanisch
- Tempern der MEtallisierungen
- Messen und Kontrollieren
Leistungssteigerung der PV-Zelle durch wissenschaftliche Methodik
Ursprüngliches Ziel: 3 Watt
X / Y – Achse: Maximale Leistung (Pmax) / Leistung (W)
Revidiertes Ziel: 3,6 Watt
X / Y – Achse: Maximale Leistung (Pmax) / Leistung (W)
Solarzellenfeine Bypassdiode

Solarzellenfeine Bypassdiode zwischen zwei Solarzellen-Anschlussbändchen gelötet und isoliert – ein Infineon Projekt.

Bau zweier „Weihnachtsmodule” bei der Fa. SOVELLO in Bitterfeld
Resultate
Beispiel: E18 + F18 heisst die 5. und 6. Zelle der 18. Reihe war abgedeckt
| Abschattungssituation | Maximalleistung | % der Maximalleistung |
|---|---|---|
| unbeschattet | 190,5 W | 100 % |
| F18 | 187,4 W | 98,4 % |
| F17+F18 | 181,2 W | 95,1 % |
| E18+F18 | 182,7 W | 95,9 % |
| A18 bis F18 | 172,4 W | 90,5 % |
| 1/2(A18 bis F18) | 173,6 W | 91,1 % |
| F1 bis F18 | 136,24 W | 71,5 % |
| A17+18 bis F17+18 | 154,1 W | 80,9 % |
| A17+18 bis F17+18 mit einem Gitter | 160,1 W | 84,0 % |
Vergleichsmessung
Ertragsmessung mittels MPPT modulseitig. Beide Module weisen den gleichen Verschattungsverlauf über den Tag auf:
- Morgens unverschattet!
- Ab Mittag Start der Verschattung von der linken unteren Modulecke bis zur Verschattung der gesamten unteren 3 Zellreihen zum Abend

Leistungsvergelich im verschatteten und unverschatteten Modulzustand

Solarziegel „neu“ mit Option solares Kühlen
Projekt in Vorbereitung: Solardachziegel „neu“ mit Option solares Kühlen
Entwicklungsschritte:
- automatische Kontaktierung an einer Steckleiste
- integrierte, seitliche Überlappung
- Ergebnis: Verkaufbarkeit eines Solardachziegels, dessen exzellente Lebensdauer im Feld gewährleistet ist.
- metallische Rückwand mit verbesserter Kühlung
- Ergebnis: Verkaufbarkeit eines Solardachziegels, der bei selber Solarzellenleistung mehr Strom liefert.
- Anbringung eines Flachrohrsystems
- wahlweise: zur aktiven Kühlung oder zum Austreiben eines Kältemittels aus einem Absorbat
- Ergebnis: Solar electric cooling

Start für die experimentelle Tätigkeit!
Ankauf und Abtransport von einigen Tausenden Solarzellen aus Bitterfeld in Eigenregie.

Prinzip
Austausch zwischen Filmströmung und Gasphase: Wärmeübergang durch Verdampfung und Kondensation.

Versuch
Bewiesener Vorteil des Flachrohres: 11. Oktober 1995 am Firmenareal Kanduth.
X / Y – Achse: t(min) / T(°C)















